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Warum Baby's schreien

Babys sind genetisch darauf programmiert nach Trost zu rufen, wenn sie Kummer haben. Sie schreien wenn sie etwas körperlich oder emotional stört, z.B. weil sie hungrig, müde oder  überreizt sind. Vielleicht ist ihnen auch zu warm oder zu kalt, sie haben sich erschrocken oder ihnen ist langweilig. Anfangs ist es schwer herauszufinden, warum das eigene Baby schreit. Mit der Zeit versteht ihr euer Kind aber immer besser und ihr wisst meist schnell, was der Grund für seine Unzufriedenheit ist.

 

Die meisten Babys schreien in den ersten drei Monaten am häufigsten und zwischen der 12.-16. Lebenswoche lässt es wieder nach. Euer Kind ist zu diesem Zeitpunkt schon etwas selbstständiger geworden und beginnt zu greifen und seine Mobilität zu entwickeln. Das hilft ihm sich schon etwas leichter selbst zu regulieren. Da ein Baby noch nicht sprechen kann, bedeutet sein Schreien oft ein Abwehren von Unannehmlichkeiten oder stellt es euch wie Nein sagen vor. 

 

Oft hört ihr als Eltern noch Kommentare von anderen wie: "Lass doch das Baby mal schreien, es wird sich schon selbst beruhigen.", "Wenn du das Baby immer hoch nimmst, dann wird es später total verwöhnt sein." Diese Aufforderung zum Nichtreagieren ist aber das Ergebnis von eigenen Kindheitserfahrungen. Das Leid des schreienden Babys nicht wahrzunehmen spiegelt wieder, dass früher auch niemand auf das eigene Schreien reagiert hat, als diese Erwachsenen selbst Kinder waren. 

 

Heute wissen wir, dass ein Baby in der Lage sein müsste klar und komplex zu denken, um seine Eltern zu manipulieren. Dies können sie aber nicht, da noch nicht einmal die Selbstwahrnehmung eingesetzt hat. Wenn ihr also im ersten Lebensjahr euer schreiendes Baby konsequent beruhigt, werdet ihr es nicht verwöhnen. Ganz im Gegenteil kann es hochwirksame Stressregulationssysteme im Gehirn anlegen die ihm in seinem späteren Leben helfen, gut mit Stress zurechtzukommen. 

 

Die meisten Babys hören auf zu schreien, wenn sie in den Arm genommen werden. Enger Körperkontakt reguliert das körperliche Errregungssystem. Auch saugen und lutschen an den eigenen Händen beruhigt das Baby. Anfangs klappt das selbst noch nicht so gut und da nimmt es auch gern den Finger von Mama oder Papa. Später kann dies durch einen Schnuller oder ein Tuch ausgeglichen werden. Auch durch Schaukeln und Bewegung kann die Erregung und das Schreinen herunterfahren. 

 

Die emotionalen Zustände eures Babys sind so ursprünglich, dass sie oft bei euch eigene Alarmsysteme im Kopf wie Wut, Trauer oder Trennungsangst auslösen. Es ist unglaublich anstrengend das schreiende Baby immer wieder zu trösten. Manchmal ist man demoralisiert und denkt, man wird ein Lebenslang damit gestraft sein. Macht euch bewusst, dass diese Phase nur wenige Monate dauert. All die Zeit , die ihr für die Beruhigung des Babys aufwendet ist eine Investition für die Zukunft. Ein Baby was mit eurer Hilfe lernt seine körperlichen und emotionalen Systeme zu regulieren, wird später gut mit stressigen Situationen umgehen können. Bleibt mit eurem schreienden Baby nicht allein, sondern geht mit dem Tuch oder dem Kinderwagen spazieren, trefft euch mit anderen oder haltet einen Plausch mit dem Nachbarn. Das entlastet euer eigenes Stimmungssystem und sorgt wieder für positive Gedanken. 

 

Eure Manuela

Manuela Eckstein

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