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Versteckter Zucker

Der erste Geschmack den Babys wahrnehmen ist süß und auch die meisten Kinder und Erwachsenen lieben ihn. Oft belohnen wir uns oder unsere Kinder mit etwas Süßem. In Maßen genossen stellt Zucker auch kein Problem für unsere Gesundheit dar, aber meist essen vor allem Kinder viel mehr davon, als uns bewusst ist. 

 

Besonders in typischen Kinderlebensmitteln steckt jede Menge Zucker drin. Einige davon wollen wir uns im Sonntagblog heute mal näher anschauen. 

 

Spitzenreiter in Sachen Zucker sind bei Kindern in der Regel Fruchtsäfte. Ein Glas Traubensaft (200ml) beinhaltet 36g Zucker (12 Zuckerstücke) und ein Glas Apfelsaft enthält 27g Zucker (9 Zuckerstücke). 

 

An zweiter Stelle kommen Kindermüslis oder Knusperflocken. Oft bestehen sie bis zu 43 % aus Zucker, denn auch Glucose, Fructose, Maltose, Saccharose usw. sind die vielen süßen Geschwister von unserem Haushaltszucker. Besser mischt ihr das Frühstücksmüsli für die Kinder selbst zusammen, dann wisst ihr auch was wirklich drin ist und so wird das Ganze zuckerfrei. 

 

Die Quetschies (Frucht oder Gemüsemus aus dem Beutel) sind heute ein beliebtes Lebensmittel für Kinder. Sie werden als gesundes Lebensmittel für Kinder beworben und es gibt sie von vielen verschiedenen Herstellern. Leider sind auch sie Zuckerbomben, denn das Obst landet für ihre Herstellung meist ohne Schale in der Presse. Dadurch enthalten sie weniger Vitamine und Ballaststoffe. Anschließend wird wieder Vitamin C zugefügt und damit steigt ihr Säuregehalt an. So enthalten die eigentlich "zuckerfreien Quetschies" viel Fruchtmark und Fruchtsaftkonzentrat und als Ergebnis kommen auf 100 Gramm ca. 12 Gramm Zucker (4 Zuckerwürfel). Somit sollte ein Quetschie als Süßigkeit betrachtet werden und nur ab und zu zum Einsatz kommen. Ein häufiges Nuckeln am Quetschie kann Karies verursachen, da die Zähne vom Fruchtpüree umspült werden, welches wie bereits gesagt besonders viel Säure enthält. Auch der Kaumuskel bekommt dabei keine Arbeit. Also lieber die Kinder frisches Obst und Gemüse knabbern lassen, dann wird dieser auch beansprucht oder Anfangs Obstmuss aus dem Gläschen mit dem Löffel füttern. Ganz nebenbei fördert ihr so auch noch die Sprachentwicklung eurer Kleinen, denn eine gut trainierte Mundmuskulatur hilft beim sprechen lernen.

 

Kinderjogurt und -quark enthält ebenso viel mehr Zucker als Naturjogurt. Bei Tests wurden Produkte gefunden die bis zu 33g Zucker in einem Becher Jogurt aufwiesen. Das sind so viel, wie in einer halben Tafel Schokolade. Da eure Kleinen ja erst ihre eigenen Geschmacksvorlieben entwickeln habt ihr auch andere Möglichkeiten. Ein Naturjogurt mit frischem Obst, Obstmus oder einem Löffel Mandelmus schmeckt den Kleinen meist sehr gut und ihr habt somit selbst in der Hand, wieviel Zucker eure Kinder zu sich nehmen. 

 

Versteckter Zucker steckt auch in vielen anderen Produkten wie Ketchup, Salatdressing, Wurst, Fertigprodukten usw., die wir nicht unbedingt damit in Verbindung bringen würden. 

 

Bei euren Babys und Kleinkindern befindet sich der Geschmackssinn noch in der Entwicklung. Gibt man ihnen regelmäßig zu viel Zucker, wird ihre Reizschwelle für das Süßempfinden künstlich in die Höhe gezogen. Bald reicht dann die Süße eines Apfels oder einer Birne nicht mehr aus, um das glückliche Gefühl beim Süßessen zu empfinden. Zu viel Zucker stört das gesunde Verdauungssystem und auf längere Sicht schwächt dies wiederum das Immunsystem. 

 

Laut WHO sollten maximal zehn Prozent der täglichen Kalorien in Form von Zucker gegessen werden. 

 

Wenn sich nicht schon so viel versteckter Zucker im Essen eurer Kinder befindet, können sie auch öfter mal zusätzlich etwas Süßes naschen, ohne diese Grenzen zu überschreiten. Mit viel Bewegung und ausgiebigen Spielzeiten, darf es dann auch ab und an mal etwas mehr sein. 

 

Einen schönen Sonntag eure Manuela.

Manuela Eckstein

Willy-Orth-Weg 12

85221 Dachau 

 

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Der Kursraum befindet sich in der Hebammenpraxis Dachau:

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