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Abwechslung in der täglichen Routine beeinflusst Babys Entwicklung positiv

Nun erscheint endlich mal wieder ein neuer Blog-Artikel auf der Babyzeit Seite. Eigentlich sollte dieser gar nicht so lange auf sich warten lassen, aber durch meine Augenerkrankung mussten diese Dinge erst mal auf Eis gelegt werden. Jetzt werdet ihr aber hoffentlich wieder öfter einen neuen kleinen Artikel zu lesen bekommen. 

Heben, Tragen, Wickeln, An- und Ausziehen, Hinlegen - dies sind Handlungen mit dem Baby die ständig wiederkehren und sich somit auch immer wiederholen. Wenn du dabei auf ein gutes Handling achtet, kannst du die Entwicklung deines Babys positiv beeinflussen. Nehmen wir als Beispiel das Ausziehen: Beginnst du immer mit dem rechten Arm oder dem rechten Bein, dann wird dein Baby dies auch so von dir erwarten. Gleichzeitig wird es selbst dir eher diesen Arm und dieses Füßchen entgegenstrecken. Die Linke Seite bleibt immer im Hintergrund. Dies zeigt sich später z.B. oft darin, dass dein Baby beim krabbeln nur eine Seite seines Körpers benutzt und die andere Seite viel inaktiver einsetzt. Oder beim Aufrichten geht es immer nur über das rechte Bein nach oben und wechselt nicht selbstverständlich. Somit wäre es prima, wenn du immer mal mit links und beim nächsten mal mit rechts beginnst. 

 

Für einige Babys ist ganz am Anfang selbst die Rückenlage eine Herausforderung. Dies erkennst du daran, dass dein Baby nach dem Trinken am Busen oder dem Fläschchen friedlich in deinem Arm einschläft. Legst du es danach auf den Rücken in sein Bettchen dauert es nicht lange und es fängt an sein Köpfchen zu Überstrecken. Es beginnt mit den Armen zu rudern, die Augen öffnen sich, es beginnt zu strampeln und zu stöhnen und danach meist laut zu schreien. Nimmst du dein Baby dann wieder hoch, wird es schnell wieder ruhiger und manchmal findet es sogar wieder in den Schlaf. 

Babys die diese Reaktion zeigen waren im Mutterleib an eine gerundete Lage gewohnt und haben nun mit der gestreckten Rückenlage Anlaufschwierigkeiten. Einige Babys finden schnell selbst die Möglichkeit sich in die Seitlage zu drehen oder sie legen zu ihrer eigenen Stabilisierung die Beinchen übereinander. Andere Eltern merken schnell, dass sich ihr Baby besser ablegen lässt, wenn sie die Bauchlage wählen. Das Baby kann dabei seine gerundete Körperhaltung aus dem Mutterleib beibehalten und so friedlich schlummern. 

Wenn du dich das nicht traust, dann empfehlen viele Osteopathen  für Babys die sich sehr Überstrecken und mit Unruhe auf die Rückenlage reagieren am Anfang die Stufenbettlagerung. Dafür wird Babys Bettchen für das Schlafen etwas anders vorbereitet. Ein Kissen oder ein flach gedrücktes Stillkissen wird ans Fußende des Babybettchens gelegt. Dein schlafendes Baby kannst du nun gepuckt oder mit einer leicht umwickelten Hüfte und Beinen ganz langsam auf dem Kissen ablegen. Du beginnst erst damit die Beinchen auf dem Kissen abzulegen und danach den Po. Diese werden auf das Kissen gelegt. Der Rücken und das Köpfen werden dann behutsam auf die flache Matratze gebettet. Dabei drehst du das Köpfchen mal auf die linke und beim nächsten Schläfchen auf die rechte Seite. Sollte dein Baby ein abgeflachtes Köpfchen haben kannst du auch ein Kopflagerungskissen (z.B. von Baby Dorm oder Theraline) verwenden.

Erst wenn dein Baby mehr Zufriedenheit in der Rückenlage zeigt, kannst du nach und nach diese Hilfsmittel wieder entfernen. Manchmal dauert dies einige Wochen. 

Achte ruhig bei jedem ablegen von deinem Baby auf diese sanfte Art. Also immer erst die Beinchen, Po, Rücken, Schultern und zum Schluß den Kopf. Dein Baby kann so viel besser seine eigene Muskulatur trainieren. Und auch hier immer an den Seitenwechsel denken. 

 

Spielzeuge wie Mobile oder andere hängende Sachen befestigst du an der Babyschale am besten so, dass dein Baby zum entdecken dieser Dinge leicht nach unten schauen muss. Hängen die Spielsachen zu weit oben überstrecken die Babys beim schauen ihren Nackenbereich und das ist unangenehm. 

 

Als zweites ist die Bauchlage ein wichtiger Meilenstein in der Entwicklung deines Babys. In dieser Position lernt dein Kind das Stützen mit Händen und Armen. Es übt seinen Kopf gegen die Schwerkraft zu heben und findet heraus, wie man diesen in der Bauchlage auch gemütlich ablegen kann. Aus dieser Lage heraus entwickelt sich später auch das krabbeln. 

Viele Babys schreien Anfangs in dieser Lage, da ihnen noch jegliche Bewegungsidee für diese Position fehlt. Somit solltest du deinem Baby anfangs erst einmal tagsüber, wenn es wach und ausgeschlafen ist, Bewegungsanregungen für diese Lage anbieten. In unseren PEKiP-Stunden zeigen wir dir viele verschiedene Varianten dafür und du findest sicher einige, die deinem Baby und dir Freude bereiten. Anfangs sind es nur kurze Momente in denen sich dein Baby in dieser neuen Lage wohl fühlt, aber durch häufige Wiederholungen wird es schon bald länger in diesen Positionen bleiben. Seine Kopfkontrolle entwickelt sich weiter und auch die Abstützreaktion der Hände. Gleichzeitig findet dein Baby auch heraus, wie es gemütlich und entspannt seinen Kopf in die Seite ablegen kann. 

Eine gute Bauchlage zu erlernen ist mindestens genauso wichtig wie später z.B. Schwimmen zu lernen. Für die gesunde Entwicklung müsste man diesem ehrlicherweise eine größere Bedeutung zuschreiben. 

 

Bewegungsanregungen brauchen viele Wiederholungen und mit neuen Ideen wird das eigene Spektrum immer größer und die Spielzeit macht viel mehr Spaß.

Eure Manuela

Manuela Eckstein

Willy-Orth-Weg 12

85221 Dachau 

 

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Der Kursraum befindet sich in der Hebammenpraxis Dachau:

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