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Willkommen Baby

Selbst in dieser außergewöhnlichen Zeit, wo unser Leben durch den Ausbruch des Corona-Virus absolut zurückgefahren wurde erblicken natürlich viele Babys das Licht der Welt. Auch die bereits geborenen kleinen Menschen entwicklen sich rasant weiter. Etwas Positives an dieser Phase ist, dass die meisten Familien durch die Ausgangsbeschränkungen viel mehr Zeit miteinander verbringen als vorher. Eine Elternzeit wo beide Elternteile über Wochen zu Hause sind, gab es wohl vorher nur in wenigen Familien. 

 

Mit der Geburt eines Babys erleben viele Familien Gefühlsstürme zwischen Freude, Erleichterung, Aufregung und Erschöpfung. Das erste Kennenlernen ist ein unvergesslicher Augenblick. Nun ist alles neu und anders. Viele noch nie dagewesene Aufgaben kommen auf einen zu und es ist schön, wenn man sich in dieser Zeit mit anderen austauschen kann. Das ist sonst immer wunderbar in unseren PEKiP- und Bewegungsspielstunden möglich. Schnell können da Fragen und kleine Probleme besprochen und gelöst werden. Man bekommt neuen Input und viele Spielanregungen für die nächsten Tage. Da dies momentan leider nicht möglich ist habe ich beschlossen in den nächsten Wochen einige Artikel in den Blog einzustellen, wo ihr ein paar Entwicklungsphasen nachlesen könnt und einige Bewegungsanregungen findet. Heut starte ich mal mit den ersten drei Monaten. 

 

Die Natur hat unsere Babys mit vielen Sinnen ausgestattet, die genau ihren Bedürfnissen entsprechen. Gleich nach der Geburt können Babys gut hören und differenzieren sofort vertraute von fremden Geräuschen. Sie können verschiedene Tonhöhen und Stimmen wahrnehmen und wenden ihren Kopf und die Augen in die Richtung, wo das Geräusch herkommt. Eltern halten beim sprechen instinktiv einen Abstand von 20-30 cm zu ihren Baby da sie schnell merken, dass ihr Kleines so am besten auf sie reagiert. 

 

Die Haut ist Babys größtes Sinnesorgan und möchte von Anfang an berührt und gestreichelt werden. Babys lieben Körperkontakt, da sie so besonders intensiv die Wärme und Nähe von Papa oder Mama spüren können. Beim Schaukeln fühlen sie den Rhythmus des Menschen und merken sich, wie sie z.B. von Papa fester gehalten werden als von Mama. Auch der Geruchssinn ist excellent. Schon wenige Tage nach der Geburt kann das Baby seine Mama aus mehreren Personen "herausschnuppern". 

 

Gefühle gehören zum Uberlebensrepertoire unserer Babys. Wenn es weint reagieren Eltern. Sie überlegen, ob es Hunger hat und geben ihm zu trinken oder schauen, ob es eine volle Windel hat und sich deshalb Unwohl fühlt. Das Baby zeigt sofort, ob es richtig verstanden wurde. Wenn ja, wird es z.B. trinken und danach friedlich lächeln. Wenn nicht, dann wird es den Busen oder die Flasche ablehnen und weiter schreien, bis die Eltern die richtige Lösung gefunden haben. So beginnt von Anfang an eine Kette von Interaktionen. Durch die kindlichen Reaktionen fühlen Eltern sich in ihrem Handeln bestärkt und werden im Laufe der Zeit immer sicherer im Umgang mit ihrem Baby. 

Beim Kommunizieren bevorzugen die Kleinen hohe Tonlagen und lieben häufige Wiederholungen. Es ist ein biologisches Erbe, das die meisten Erwachsenen dies ganz automatisch einsetzen sobald sie sich einem Baby entgegen neigen. Eltern spüren wie sich ihr Baby freut, wenn sie es freundlich ansprechen und merken welche tolle Wirkung ihre verstärkte Mimik auf ihr Kind hat. 

 

Babys Bedürfnisse verändern sich ständig. So wollen einige am Anfang fast ständig getragen werden. Andere liegen gern mal allein auf ihrer Babydecke. Manche lieben steten Körperkontakt und wollen auch Nachts im Elternbett schlafen. Andere bevorzugen ihr eigenes Bett und brauchen ein wenig Abstand und Platz für sich. Täglich macht das Baby neue Erfahrungen und ohne Vorankündigung verändern sich seine Bedürfnisse. Für die Eltern ist das gar nicht so leicht, sich ständig umzustellen. Heute ist "loslassen"angesagt, wo gestern noch Unterstützung notwendig war. Somit sollten sich Mama und Papa einfach von Babys Flexibilität anstecken lassen, dann gelingt das Miteinander am leichtesten. 

 

Körperwahrnehmung, Motorik, Gleichgewicht und vieles mehr lässt sich von Anfang an mit kleinen Bewegungsanregungen unterstützen. Hier sind ein paar Anregungen für die ersten drei Lebensmonate, die man ganz einfach zu Hause ausprobieren kann. Mit eurem Baby ist da natürlich wesentlich mehr Freude und Dynamik in den kleinen Bewegungsspielen, aber ich hoffe meine Puppe macht es trotzdem etwas anschaulich. Weiter Anregungen kommen in den nächsten Artikeln für 3-6 Monate, 6-9 Monate und 9-12 Monate alte Babys. 

 

Bleibt schön gesund und viele spannende Stunden mit euren Babys. 

Eure Manuela

Spüren der Körpermitte

 Legt eure beiden Hände übereinander auf den Bauch von eurem Baby. So kann es gut seine Körpermitte spüren und wird diese im Laufe der Zeit immer besser alleine finden und halten. 

 

Hallo Füße

Wenn dein Baby auf dem Rücken liegt beugst du seine Beinchen bis zur Hüfte. Du kannst die Fußsohlen mit beiden Händen berühren und dabei leicht die Beinchen beugen und wieder locker lassen. Das geht auch wunderbar im Wechsel. 

 

Bauchlage erleichtern

Ein Keilkissen  (oder ersatzweise ein Leitzordner) kann Babys Bauchlage am Anfang prima erleichtern Die hohe Kante liegt kopfwärts. Das Baby wird in der Bauchlage darauf gelegt und die Arme werden in Stützwinkelposition gut untergelegt. Der Körperschwerpunkt verlagert sich so zu den Füßchen und die Bauchlage wird leichter. Wenn ihr euch dann noch vor euer Baby legt, könnt ihr einen tollen Babytalk abhalten. 

Augen in Aktion

Das Gesicht oder einen Ball gut im Blick haben. Neige dein Gesicht oder einen bunten Ball langsam nach rechts oder links. Beobachte dabei wie lange dein Baby den Blickkontakt aufrechterhalten kann. Im Lauf der Zeit wird das immer besser gelingen. 

Manuela Eckstein

Willy-Orth-Weg 12

85221 Dachau 

 

Telefon: 08131/999955

Mail: info@babyzeit-dachau.de

Der Kursraum befindet sich in der Hebammenpraxis Dachau:

 www.hebammenpraxis-dachau.de